gute Kontakte pflegen

Nein – keine Angst, ich habe keinen Husten oder gar schlimmeres …
Unserem JANSJÖ ging’s nicht gut, er hatte immer mal ’nen Aussetzer.
Jetzt nicht mehr – nach einer Pulmotin-Einreibung. 😉 😉 😉
Darüber möchte ich kurz berichten und dabei auch die Themen Nachhaltigkeit und Nachahmung streifen …

Zur Aufklärung: ,,JANSJÖ“ ist eine unserer LED-Leselampen von IKEA.
Sie hatte gestern Abend angefangen zu flackern. Auch ein- und ausschalten hatte nichts geholfen. Offenbar ein Kontaktproblem.

So eine ,,Kontakt-Erkrankung“ ist natürlich kein Grund zum Aufgeben und Wegwerfen, sondern eher ein Ansporn um kreativ zu werden (!)

Also, im Prinzip erstmal vom Strom trennen, dann am Kippschalter vorsichtig das Schalter-Gehäuse mit einer Taschenmesser-Klinge leicht öffnen und abheben.
Bei der ,preiswerten‘ Massenware kann man sich darauf verlassen, das nichts geklebt oder gar geschraubt wird – das wäre zu teuer.
Nein, meisten ist das wie auch hier eine einfache Rasthaken-Klemmverbindung.

Der Schaltvorgang wird offenbar nur über einen Zuleitungsdraht geöffnet oder geschlossen; der zweite Draht wird (nicht überraschend) am eigentlichen Kippschalter vorbeigeführt, Bild links.

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Die metallischen Teile des Kippschalters sind nochmals über ein Kunststoff-Gehäuse verkapselt. Diese Steckverbindung läßt sich aber auch leicht lösen und im rechten Bild ist die eigentliche ,Kippschalter-Technik‘ zu sehen. Auf der linken Seite ist der faktisch als Amboss ausgebildete Schaltkontakt zu sehen.

Die Kontaktflächen der Schaltwippe waren natürlich etwas dunkel gefärbt und verschmutzt. Den Kontaktbereich habe ich mit meinem schmalen Schraubendreher etwas blank gemacht und danach die beiden Kontaktflächen (oben und unten) mit meiner Schraubendreher-Spitze und mit wenig Pulmotin (40 Jahre alter DDR-Bestand) eingerieben.

Anschließend habe ich zuerst mit einer Pinzette die ,Wippe‘ wieder montiert, dann vorsichtig das Gehäuse des Kippschalters verrastet und schließlich das Schaltergehäuse mithilfe einer Zange vollständig angedrückt und geschlossen.
Bei und nach der Montage habe ich natürlich alles auf einwandfreien und korrekten Sitz kontrolliert.
Und, bitte nur Nachahmen, wenn Ihr wirklich sicher seid, dass Ihr das alles auch korrekt durchführen und beachten könnt!

Ja, gute Kontakte muss man auch richtig pflegen!

Übrigens kann man in verschiedenen Elektronik-Foren im Netz nachlesen, dass die Kontaktpflege mit der Pulmotin-Einreibung bekannt ist und faktisch als Geheimtipp gehandelt wird. Angeblich soll man nur mit der alten Pulmotin-Rezeptur aus dem VEB Serum-Werk Bernburg gute Ergebnisse erzielen.

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Rezeptur auf meiner alten Pulmotin-Tube (links) und Verbrauchsdatum 16.06.81 (rechts)

Pulmotin gibt’s auch heute noch in jeder Apotheke aus dem Serumwerk in Bernburg.
Hat jemand schon das neue Pulmotin mit der etwas geänderten Rezeptur auf Kontaktgabe getestet?

Wenn ja, dann meldet mal bitte Eure Ergebnisse. Andererseits – bei meinem geringen Verbrauch reicht meine Tube sicher noch lange Zeit …


Und, nicht zu vergessen – mein Einschalttest war erfolgreich, siehe Bild links

und ich bin mir sicher, dass die Leselampe jetzt eine ganze Weile problemlos funktioniert.

Ein Gedanke zu “gute Kontakte pflegen

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