BACH in the Subways

Anlässlich des 330. Geburtstags von Johann Sebastian Bach fanden am 21. März 2015 weltweit besondere kleine Geburtstagskonzerte statt.
Das Besondere daran waren die unterirdischen Auftrittsorte:
in Untergrund-Bahnhöfen – Bach in the Subways Day.

Was für eine Gelegenheit auch hier in Leipzig:
Überirdisches aus dem Untergrund!

Das war für viele Musikbegeisterte hier vor Ort ein toller Tag.
Dazu habe ich für den folgenden Beitrag in meinem Bildarchiv und den Programmzetteln geblättert, doch seht selbst …

Die Initiative „Bach in the Subways Day“ geht auf den New Yorker Cellisten Dale Henderson zurück. Er hatte den ersten Subways-Tag im Jahr 2011 zum Geburtstag des großen Komponisten ins Leben gerufen.

Auch am 21. März im Jahr 2015 führten Musiker weltweit in über 120 Städten kostenlos die Musik des Komponisten Johann Sebastian Bach anlässlich des 330. Geburtstags in U-Bahnen, auf U-Bahnhöfen, auf Straßen und Plätzen auf.
Premiere an diesem Geburtstag: im Jahr 2015 hatte sich auch erstmals die deutsche Bachstadt Leipzig dieser Initiative zu einem speziellen Bach-Programm in drei Untergrund-Bahnhöfen der Stadt angeschlossen.

In Leipzig waren dazu Kurzkonzerte im Zeitraum zwischen 10 und 14 Uhr im City-Tunnel – Stationen Hauptbahnhof, Markt und Wilhelm-Leuschner-Platz – sowie ein überirdischer Auftritt in einer Straßenbahn der Linie 14 geplant.
Wie damals der Presse zu entnehmen war, hatten die jeweiligen Betreiber die Aktion großzügig unterstützt.
Zahlreiche prominente Leipziger Musiker hatten sich bereit erklärt, den großen Thomaskantor am „Bach in the Subways Day“ mit diesem kostenfreien Konzert zu ehren.

Das hatten wir als Musikfreunde natürlich auch im Voraus gehört und uns an diesem Sonnabend beizeiten auf den Weg gemacht.

Zuerst fuhren wir mit der Straßenbahn zur …

City-Tunnel-Station Hauptbahnhof.

Dort wurden im Großen Atrium, also auf halber Höhe des Zugangs zu den Tunnelbahnsteigen 1 und 2 (Leipzig Hauptbahnhof – tief),
ab 10.30 Uhr verschiedene Bach-Musikstücke von den Musikerinnen und Musikern der Mendelssohn-Orchesterakademie aufgeführt.

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Unser Eindruck: wie den Bildern zu entnehmen ist, waren die Musiker gut zu sehen, die Akustik war so auf halber Höhe zum Hauptbahnhof nicht ganz perfekt, aber wie hier im Bild bei der Triosonate G-Dur (BWV 1039) herrschte kein Mangel an begeisterten Zuhörern.

Anschließend sind wir gegen 11 Uhr 15 mit der nächsten S-Bahn eine Station weiter gefahren, bis zur …

City-Tunnel-Station Markt.

Dort wollten wir um
11 Uhr dem Vokalensemble Amarcord zuhören. Aber das war nicht ganz so einfach, weil die Gesangsdarbietungen im Bereich des Aufgangs zur früheren Untergrundmessehalle am Markt stattfanden. Dort ging es tüchtig eng zu und vom Bahnsteig aus war nicht an die Aufführung heranzukommen, weil der betreffende südliche Treppenbereich von Zuhörern und Enthusiasten total blockiert war, Bild links.

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Da blieb mir zum Fotografieren nur ein Blick vom gegenüberliegendem Treppenaufgang, Bild rechts.
Unser Eindruck: ein rechtzeitiges Erscheinen auf guten Plätzen war erforderlich – für uns Hinzukommende war aber kaum etwas zu sehen oder zu hören …

Außerdem standen hier am Markt an diesem Tag noch folgende Auftritte auf dem Programm:
12 Uhr: Kammerchor Madrigio (Leitung Martin Steuber);
12.30 Uhr: Johanna Schreiber und Freunde;
13 Uhr: Vokalquintett;
13.30 Uhr: Matthias Schubotz und Freunde.

Wir wollten aber alle drei Untergrund-Auftrittsorte aufsuchen.
Deshalb fuhren wir mit der nächstbesten Bahn gegen 3/4 Eins weiter zur

City-Tunnel-Station Leuschnerplatz.

Dort fanden die Auftritte auf dem Bahnsteig in Richtung Eingang Petersstraße statt und waren dicht umlagert, siehe Bild links. In der Mitte spielte seit 12:30 Uhr das Trio Christine Vogel, Johanna Thöne, Chen Hsu, Friederike Merkel.

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Mit etwas Geduld bekam man auch schnell einen Platz in der ,ersten Reihe‘, siehe Bild rechts.
Unser Eindruck: alles gut zu sehen und zu hören.

Außerdem spielten hier an diesem Tag:
10.30 Uhr: Schüler der Leipziger Musikschule „Johann Sebastian Bach“;
13 Uhr: „DUO b – Saxophone pur“ Isabell und Bernd Brückner;
13.30 Uhr: Johanna Schreiber und Freunde.

Anmerkung für oberirdisch Überirdisches:
über der Erde gab es noch eine Bach-Straßenbahn der Linie 14, die im normalen Linienbetrieb fuhr:
ab 14.34 Uhr ab Haltestelle S-Bahnhof Plagwitz. Dort wurde die Johannes-Passion in Kleinstbesetzung mit „camerata lipsiensis“ und Gregor Meyer geboten. Zustieg war dazu an allen Haltestellen möglich [natürlich nur mit gültigem LVB-Fahrschein]. 😉

Die Veranstaltungen waren an diesem Tag zwar nicht überall perfekt, begeisterten aber viele Musikliebhaber und Gäste der Stadt und machten auf jeden Fall Appetit auf mehr …

Fazit

Leider blieb es bei dieser einen Aufführung zum „Bach in the Subways Day“ hier in der Bachstadt Leipzig – Schade.

Warum auch immer, es wäre doch schön gewesen, wenn es sowas in der ,Bach-Stadt‘ Leipzig regelmäßig gegeben hätte, oder mal wieder geben würde oder was meint Ihr?


Quellen und Hinweise

Fotos aus eigenem Bestand

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