Rauhnacht-Gedanken (2)

Bekanntlich sind viele der früheren Orte und Ortsteile im Leipziger Osten schon über 700 Jahre alt, zum Beispiel:
Volkmarsdorf wurde im Jahr 1270/71 und
Reudnitz bereits im Jahr 1248 erstmals erwähnt.
Die fiktive Zeitangabe der Ersterwähnung beantwortet aber nicht die ursächliche Frage:
seit wann und wo hier die ersten Kolonisten siedelten?
Speziell zur Siedlungsgeschichte von Volkmarsdorf und Reudnitz gibt es heute kaum gesicherte Veröffentlichungen.

Folgt mir doch mal ein weiteres Stück in die Leipziger Vorort-Geschichte …

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Kohlgartenstraße No. 154

Ein Haus in der Leipziger Kohlgartenstraße mit der Nummer 154?
Ihr meint: das gibt’s doch gar nicht, weil diese Straße bis zum Ende, an der Ecke Dresdner Straße, heute nur bis zur Nummer 58 reicht.
Naja und aber – kürzlich habe ich ein Foto von einem Porzellanteller mit einer Darstellung von diesem scheinbar unmöglichen Haus bekommen, siehe Bild rechts.
Ja, was ist da nun dran: wo könnte das Haus gestanden haben, wer hat da gewohnt und was ist aus diesem grünen Grundstück geworden?

Diesen Fragen möchte ich hier mal nachgehen …

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über den Industrie-Adel von Reudnitz

Heute eher unscheinbar bis unbekannt, lagen früher zwischen der Kohlgarten- und der Lutherstraße im Leipziger Osten bedeutende Fabriken:
– die Maschinenfabrik August Fomm
– die Leipzig-Reudnitzer Maschinenfabrik (Götjes, Bergmann & Co),
– die Maschinenfabrik E. Bachmann & Reiter und
– die Maschinenbauanstalt C.G. Kaiser & Reimelt.

Im Jahr der sächsischen Industriekultur 2020 bisher kaum erwähnt, gehören diese Fabriken als Zeugen der industriellen Revolution des 19. Jahrhunderts, die für Leipzig prägend waren, aus meiner Sicht auch zum historischen Erbe der Stadt …

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Vergessenes an der Konstantinstraße

An der Konstantinstraße wird in letzter Zeit viel gebaut. Das ,,Konstantinum“ entsteht.
Zwischen Kohlgarten- und Lutherstraße gibt’s dann auf der linken Straßenseite nur noch Neubauten.
Was standen da vorher für Gebäude und was ist damit passiert?
Darüber konnte ich ein paar unbekannte bis rätselhaften Ansichten auftreiben, schaunmermal … Weiterlesen

Teilhauptmieter Konstantin-6

In Zusammenhang mit dem Thema Konstantinstraße ist mir eine Geschichte eingefallen, die mein Mitkollege Dietrich (genannt Dieter) S. uns mal auf Arbeit erzählt hatte. Da ging es um die obskuren Wohnverhältnisse seiner kleinen Familie im Leipziger Osten Mitte der 1980er Jahre. Sie wohnten in einer großen Wohnung, mit drei (unfreiwilligen!) Mietparteien, zur Teilhauptmiete in einem großen Altbauhaus in der Konstantinstraße 6, siehe Bild rechts.
Wir wohnten damals, gleich um die Ecke, in einer kleinen Mansardenwohnung in der Schulze-Delitzsch-Straße. Da konnten wir das gut verstehen – aber wir hatten wenigstens eine eigene Wohnungstür … Weiterlesen

Clara 2019 in L-NN? Na klar!

Klar ist: Clara Schumann, geb. Wieck hat von 1819 bis 1844 in Leipzig gelebt.
Könnte sie in dieser Zeit mal in der Gegend von Neustadt-Neuschönefeld (L-NN) gewesen sein und lassen sich Belege dafür finden?
Da kommen berechtigte Zweifel auf, weil die Gemeinden Neuschönefeld bzw. Neustadt erst in den Jahre 1845 bzw. 1881 unabhängig geworden sind. Die gab’s also vor 1844 noch gar nicht.
Ja aber, … seit der letzten Leipziger Ortsteil-Reform im Jahr 1992 gehören nun auch die alten Ortskerne von Reudnitz und Volkmarsdorf zu Neustadt-Neuschönefeld und die gab’s natürlich schon seit langer Zeit.
Und was hat es mit dem Geburtstags-Blumenstrauß hier rechts auf sich?
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Wer war Konstantin?

In Neustadt-Neuschönefeld im Leipziger Osten gibt es zwischen der Kohlgarten- und der Eisenbahnstraße eine Konstantinstraße.
Über die Herkunft dieser Straßenbezeichnung ist bisher nicht viel bekannt.
Laut Vornamenbuch läßt sich Konstantin vom lateinischen Wort constans ‚beständig‘, ‚standhaft‘ ableiten – Konstantin bedeutet demnach „der Standhafte, der Beständige“.
Der Straßenname ist seit über 100 Jahren beständig – wer verbirgt sich hinter diesem Namen?
Konstantin der Große aus dem nahen Osten oder der unangepasste Liedermacher Konstantin Wecker waren zwar standhafte Personen und ein Straßenname könnte da heute schon passen …
Aber, ohne groß vorzugreifen – um die Beiden geht’s im Folgenden nicht.
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Neustadt und Neuschönefeld: mehr als Eisenbahnstraße

In diesem Jahr git’s nicht nur hier im BLOG was zu lesen und anzuschaun – man kann mit mir auch auf eine interessante Entdeckungsreise gehn!

Im Auftrag und mit Unterstützung von Leipzig Details finden drei öffentliche Stadtteil-Rundgänge unter dem Thema ,,Neustadt und Neuschönefeld: mehr als Eisenbahnstraße“ statt.

Termine im Jahr 2019: 17.03., 19.05., 06.10.
Uhrzeit: 14:00 – 16:00 Uhr
Treff: Friedrich-List-Platz am Listbogen, Rosa-Luxenburg-Str. 30
Preis: 8 EUR / 6 EUR Schüler und Studierende
Tickets & Anmeldung: Die Tickets kaufen Sie direkt beim Gästeführer am Treff. Eine Anmeldung ist nicht notwendig.

Näheres über folgende Links:

Bis bald!

Frieden oder Krieg?

An der südlichen Grenze des alten Gemeindegebiet von Neuschönefeld zu Reudnitz und Volkmarsdorf gab es einen kleinen Platz an der Kreuzung Rabet / Melchior- / Martha- und Adelheidstraße mit einem öffentlichen Brunnen und einem Kriegerdenkmal.
Brunnen und Pumpe waren bereits ein Thema (Fundstück: Delphin Nr. 141), daher heute ein paar Zeilen und Bilder zum Kriegerdenkmal, dass an den Deutsch-Französischen Krieg von 1870/71 erinnerte und ursprünglich gar keins gewesen war …
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Surprises for LE from Australia

Neues aus Australien für Leipzig?

Da meine ich nicht nur die beiden Koalas im Leipziger Zoo. Und da war es mir ja letztlich gelungen ein Foto von Oobi-Ooobi mit ,,aufgeklappten“ Augen zu machen – das war auch eine Überraschung, sonst herrscht ja meistens Nachtruhe.

Nein, es gibt überraschende Neuigkeiten aus dem richtigen Australien von der anderen Seite der Erdkugel. Das betrifft ein Buch und einen Song, in denen nicht nur LE, sondern speziell Leipzig East und sogar der Ortsteil Neustadt-Neuschönefeld vorkommen … Weiterlesen