Archiv für den Monat Oktober 2014
Denkmal am Abend, 2014
Gustav Hertz-Vorlesung 1974
Am 10. Dezember 1974 fand eine einmalige Veranstaltung in der damaligen Sektion Physik der KMU (Karl-Marx-Universität) Leipzig statt: der damals 87jährige Experimentalphysiker und Nobelpreisträger Gustav Hertz hielt im vollbesetzten Großen Hörsaal eine Kolloquiums-Vorlesung zum Thema „Die Diffusionskaskade und andere Verfahren der Isotopentrennung“. Natürlich waren wir als Studenten des ersten Studienjahres auch mit dabei, sicher auch Angela Kasner (später Merkel) aus dem Zweiten.
So eine richtige Kolloquiums-Vorlesung war das eigentlich nicht gewesen – Gustav Hertz hat vielmehr ohne Redeskript in klaren und anschaulichen Worten aus seinem Leben erzählt und ein paar wichtige physikalische Zusammenhänge an der Tafel dargestellt. Weiterlesen
Neustadt, Mai 1989
„schöner leben – let’s go west“


Rechts ein Ausschnitt aus der SED-Betriebszeitung „Impulsgeber“ des VEB RFT Nachrichtenelektronik Leipzig vom 17. Mai 1989 – es gibt immer nur Positives zu berichten! Nach Außen: Jubel, Trubel, Heiterkeit …
Doch die Realität vieler DDR-Bürger sieht anders aus: vom „weiteren Gedeihen der Städte unserer Gemeinden“ spüren sie bei schlechter werdenden Lebensbedingungen nichts – sie fühlen sich ausge-Krenz-t. Das untenstehende Bild habe ich kurz vor den DDR-Kommunalwahlen (7. Mai 1989) in der Meißner Straße im Leipziger Osten fotografiert: „Schöner leben – Let’s go West„. Immer mehr Freunde, Kollegen, Bekannte blieben nach einer Reise in die BRD, nach Ungarn oder der Tschechoslowakei weg, waren (illegal) ausgereist oder hatten einen Ausreiseantrag, mit all den zu erwartenden Schikanen, gestellt …
… über die Neustädter Feuerwehr
[Im Neustädter Markt Journal, Heft Februar 1995 auf Seite 6 ff. erschienen.]
Historisches über die Entstehung der Neustädter Feuerwehr
Vielleicht haben Sie es auf dem Weg zum Bäcker oder zur Straßenbahn auch schon gesehen? Im Schaukasten an der Ecke Ludwig-/Einertstraße grüßt die Freiwillige Feuerwehr (FFW) Leipzig-Ost alle Einwohner zum Neuen Jahr und wirbt gleichzeitig um interessierte Jugendliche – Treff dienstags ab 18 Uhr an der Messehalle 20. An dieser Stelle hätte man auch gleich noch auf die Traditionen der Feuerwehr im Wohngebiet hinweisen können und auf ein bevorstehendes Jubiläum: der erste Feuerwehrzug wurde hier vor 120 Jahren gegründet. Das weiß heute sicher niemand mehr und deshalb an dieser Stelle ein kleiner Rückblick. Weiterlesen
Bild 13A
| Augustusplatz, Nordostseite (von rechts nach links): das Neue Postgebäude (nach Umbau 1884) Grimmaischer Steinweg 1, nach der Poststraße das ,,Hotel Königshof“ mit der Dachreklame ,,Weinbrand Dujardin“ Georgiring 1, anschließende Wohn- und Geschäftshäuser Georgiring, links an der Nordseite des Platzes das Neue Theater, 18641868 von Carl Ferdinand Langhans gebaut Augustusplatz Nr.3. Augustusplatz Nr. 7, davor der neobarocke Mendebrunnen (1883) und rechts das zwischen 1880 und 1886 errichtete Bildermuseum (Hugo Licht) Augustusplatz Nr.6. | Augustusplatz heute: diese Platzseite wurde nach den Zertörungen im 2. Weltkrieg völlig neu bebaut.
Rechts beginnend mit dem Hauptpostgebäude Augustusplatz 1 – 4, nach der Poststraße ein Bankgebäude Georgiring 1 – 3, zwei Wohnblöcke Georgiring 4 – 7 und das neu erbaute Opernhaus (am 8. Oktober 1960 eröffnet) Augustusplatz 12.(1981) Augustusplatz Nr. 8. Hinweis: die Nummerierung am Augustusplatz erfolgte nach 1945 in Uhrzeigerrichtung, beginnend am neuen Hauptpostgebäude bis zur Oper. |
Bild 14A
Bild 21A
| historisches Stadtbild in der Kleinen Fleischergasse mit Blick zur Matthäi-Kirche, rechts mit den weißen Kugellaternen das Haus ,,Zum Arabischen Coffebaum“, Kleine Fleischergasse 4, seit 1711 Kaffeehaus, rechts am Bildrand ein Hinweisschild zum Tordurchgang in den historischen ,,Barthels Hof“. |
heute etwas verstellt: die Matthäikirche wurde ebenso wie viele der alten Gebäude im Bild 1943 zerstört, daher der Blick jetzt zur ,,Ohrenburg“ (ehemalige Stasizentrale), rechts mit den Schinkel-Laternen der ,,Coffeebaum“, das Baugerüst am Haus Kl. Fleischergasse 8, dort befindet sich der Eingang zum ,,Kleinen Joachimsthal“ und rechts der Durchgang zum sanierten ,,Schneider“-Grundstück ,,Barthels Hof“. |
Bild 22A
| Markt, Nordostseite: von rechts beginnend Nordgiebel des Alten Rathauses nach Umbau 1905-09, Salzgäßchen, das Jöchersche Haus (etwa 1710), Markt 2 mit zwei Portalfiguren,
daneben Kochs Hof (1735-38), Markt 3. |
Nordostseite Markt, heute: von rechts das Alte Rathaus, Salzgäßchen, an Stelle der 1943 zerstörten Barock-Gebäude ein Appartment-Wohnhaus (1962-64) u.a. mit Café Stein und Pinguin-Milchbar, die Portalfiguren von Jöchers Haus wurden an der Stirnseite des neuen Katharinum-Winkels wieder aufgestellt |
Bild 23A
| Markt, Nordseite 1941, von rechts beginnend Markt 4: „Alte Waage“ nach Umbau Giebelseite 1861, Markt 5: Wohn- und Geschäftshaus , Neubau vom Anfang des 20. Jhd., Markt 6: Wohn- und Geschäftshaus „Baarmanns Hof“, erbaut um 1925, mit Seume-Spitztürmchen (1787/88), Markt 7: „Zum Rebstock“ mit Bausubstanz um 1580, Umbau Anf. 18. Jhd., Doppelhaus, Siegesdenkmal: 1888 bis 1946 (Bildhauer R. Siemering) erinnerte an Deutsch-Französischen Krieg 1870/71. | Markt, Nordseite 1973, Markt 4: 1943 zerstört, 1963/64 Neubau, Südgiebel historischem Renaissance-Bau nachempfunden, Markt 5/6/7: Dächer nach Kriegsschaden vereinfacht um 1960 wieder aufgebaut, Siegesdenkmal: 1946 abgerissen. | |
| Markt, Nordseite 2014, in den 1990er Jahren Sanierung Dächer und Fassaden an der Markt-Nordseite, Markt 5: mit zwei zusätzlichen Mansardenfenstern, Markt 6: Dach wieder mit früherem Seume-Spitztürmchen und neun kleinen Mansardenfenster-Türmchen, Markt 7: zweigeteilte Dachgestaltung wie um 1900, Gläserener Aufzug vor der Alten Waage: von der S-Bahn City-Tunnelstation „Markt“ unter dem Marktplatz | Nummerierung am Markt in Leipzig: Die Gebäude sind, an der Ostseite beginnend und entgegen dem Uhrzeiger laufend, durchgehend von 1 (Altes Rathaus) bis 17 durchnummeriert. Übersichtsblatt als pdf |














