Sommer-Farbenzauber

Leipziger Farbenrausch am 30. Juni 2015Wer gestern Spätabend als Nachtschwärmer (so, wie wir) noch mal über die Stadt geschaut hat, dem bot sich kurz vor 23 Uhr ein einzigartiges Farben-Schauspiel – ein wahrer Farbenrausch!
So hatten wir das bisher nur selten über Leipzig beobachtet und das möchten wir auch den BLOG-Besuchern nicht vorenthalten.

Zum Bild: das Lichterband von vorn Mitte nach rechts hinten weist über die Linnéstraße in Richtung Ostplatz, daneben rechts kann man den dunklen Friedenspark (alles im Zentrum-Südost) erahnen.
Die Stadtsilhouette vom City-Hochhaus, über das Westin-Hotel bis zum Wiga (Wohnhochhaus an der Wintergartenstraße) ist, der späten Stunde geschuldet, schon ein wenig weichgezeichnet 😉

aufgenommen: mit SONY A57 und Tamron 2,8 17 – 50 mm,
17 mm, Nachtszenen-Einstellung  F2,8, 1/40 s, ISO6400

Patentag im Leipziger Zoo, Juni 2015

LE_PTZoo-36Zu unserem diesjährigen Patentiertag im Leipziger Zoo gab’s wieder vieles Neues und Interessantes hinter den Kulissen im Bereich der Kiwara-Savanne zu erfahren und sehen. Diesmal hat uns dabei Michael Tempelhoff begleitet.

Besonders beeindruckend ist immer der direkte Blick durchs Savannentor auf die antrabenden Grevy-Zebras. Man kann beim Blick über die Savanne die Weite fühlen …
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ich sehe ich höre – Neustadt, Juli 2015

l-nst_osm_2015-kfich sehe ich höre – Spaziergang durch Erinnerungen der Neustadt
Projekt im Rahmen des Kunstfests Neustadt von Studentinnen des Instituts für Kunstpädagogik Leipzig


Am Montag, den 15. Juni 2015 habe ich mich mit drei netten jungen Studentinnen (Juliane Trinks/Klara Binnewitt/Martha Kiesow) am Bayerischen Platz bei einem Kaffee-Plausch zum Thema ,,ich sehe ich höre“ getroffen – vielen Dank übrigens für den Kaffee und das erklärende Flugblatt.
Geplant ist dazu ein Neustädter Spaziergang, ausgehend vom ,,Haus 27″ in der Schulze-Delitzsch-Straße, am Markt vorbei in Richtung Neustädter Straße und weiter über die Eisenbahnstraße und Hedwigstraße zurück …
Das klingt sehr interessant – wer dazu mehr erfahren möchte, der kann ja im Zeitraum vom 4. bis 12. Juli zum Neustädter Markt kommen und einfach mitmachen.
Auf dieser Route würden mir schon paar historische Bezüge einfallen.
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un-heimliche Begegnung im Botanischen

L-BotG-14-08-10

Leipzig, Botanischer Garten zur Sommerzeit
15 ,,Augen“ schaun mich an …

… im Botanischen Garten der Universität Leipzig zwischen Johannisallee und Linnéstraße (Zentrum-Südost).

Nelumbo nucifera

(Indische Lotusblume)
hat eine nicht nur interessante, sondern scheinbar auch allseits interessierte Lotus-Fruchtkapsel.
Sie hat einen Durchmesser von etwa 45 mm.

aufgenommen mit Sony A57 und Sigma Makro, 1/500 s, F5,6, 50 (75) mm, ISO100

aus der Jugendzeit meines Großvaters in Leipzig (1903 – 1914)

Mein Großvater Bruno Gerhard Stein (1888-1951) war ein echtes Unikum.
Das läßt sich zumindest aus den mir vorliegenden Aufzeichnungen seines Vaters Bruno und seiner Geschwister Margarethe und Rudolf entnehmen.
Gerhard_1913_Turnfest

Er war das erste von insgesamt sieben Kindern meiner Urgroßeltern Bruno und Marie Stein (zwei waren noch im Kleinkindalter verstorben). Als ältestes Kind musste er seinen vier Geschwistern natürlich immer ein Vorbild sein. Dabei hat er es nicht immer einfach gehabt. Sein Vater hatte als kleiner städtischer Beamter nur ein schmales Einkommen und die Wohnverhältnisse waren für die große Familie stets sehr beengt – von einem unbeschwerten Jugendleben war er oft weit entfernt.
Er hatte schon als Kind eine ausgeprägte Phantasie und hat immer gleich versucht seine manchmal auch ungewöhnlichen Ideen tatkräftig umzusetzen, so auch seine beruflichen Pläne. Seine Eltern haben ihn dabei soweit sie konnten unterstützt und gefördert. Weiterlesen

Wasser-Getümmel in Leipzig, Pfingsten 2015

LE_Pfingsten-46
Was gibt es schöneres als bei sonnigem Wetter heutzutage  einen Pfingst-Ausflug auf den Leipziger Stadtgewässern zu unternehmen?
Allerdings kann es da wie hier im Bild zu sehen manchmal schon ganz schön eng zugehen. Viele junge Familien mit Kindern nutzten heute das schöne Wetter und auch der Gondolieri ist auf dem Wasser unterwegs.
Das Bild habe ich etwa in der Höhe des Stelzenhauses auf ,,dem Kanal“ aufgenommen.

Leipzig, zu Pfingsten '15 auf dem Wasser am Kanal

Leipzig, zu Pfingsten ’15 auf dem Wasser am Kanal

Anmerkungen:
–   für Auswärtige und Neu-Leipziger: ,,der Kanal“ meint ein Stück des (bisher noch) nicht fertig gestellten Elster-Saale-Kanals, der die Stadt Leipzig einst mit Hamburg verbinden sollte,
–   aufgenommen mit Sony A57 und Tamron 17-50 mm, 50 (75 KB) mm, 1/250 s, Bl. 8, ISO 200 und
–   zu DDR-Zeiten war der Kanal an dieser Stelle ein stinkender Abwassergraben, in dem sich höchstens Ratten, statt heute Wasserratten, tümmelten.

Gasrohre an der Zimmerdecke?! – Ausbau-Geschichte 1986

[Ein Teil dieses Beitrags ist im Neustädter Markt Journal, Heft Nr. 22, im Juni 1993 erschienen]

… über 23 Meter Gasrohr in der Wohnung

1986_Nst.18_GasrohreMit Hammer, Meißel und Bügelsäge haben wir im Frühjahr 1986, teilweise unter großen Mühen, altes rostiges Gasrohr von den Zimmerdecken unserer Ausbauwohnung in der Neustädter Straße Nr. 18 entfernt.  Die alten Rohrstücke führten jeweils vom Wohnungsflur bis zur Zimmermitte, offenbar frühere Gasbeleuchtungs-Anschlüsse. Die Rohre aneinandergereiht kamen wir schließlich auf eine stattliche Länge von etwa 23 Meter Gasrohr-Schrott.

Wann dieses Gasrohr eingebaut wurde, lässt sich heute nicht genau feststellen, vermutlich zu Beginn dieses Jahrhunderts. Weiterlesen

alte Familienfotos aus dem Jahr 1866

Meine ältesten Familienfotos stammen aus dem Jahr 1866.
Diese alten Kalotypie-Fotos sind in einem Fotoalbum meiner Urgroßmutter Pauline Marie Stein, geborene Löffler eingeklebt. Etwa seit dem Jahr 1860 konnten mit einem Wachspapier-Negativverfahren beliebig viele und bezahlbare Kopien von Originalfotos hergestellt werden. Die Aufnahmen entstanden aber wegen der langen Belichtungszeiten (> 30 s) fast ausschließlich im Fotoatelier.

Friederike Pauline Neumann,<br> im Jahr 1866 in Döbeln

Friederike Pauline Neumann, im Jahr 1866 in Döbeln

Friedrich Moritz Löffler,<br> im Jahr 1866 bei Wien

Friedrich Moritz Löffler, im Jahr 1866 bei Wien

Auf diesen beiden Bildern aus dem Jahr 1866 sind die Eltern meiner Urgroßmutter (meine Alteltern) abgebildet:

links ihre Mutter Pauline (*30. April 1844)

und

rechts ihr Vater Moritz (*20. August 1840),

auf dem Bild in der Zeit des preußisch-österreichischen Krieges vor Wien.

Filmriss an der Hildegardstraße, Juni 1984

Filmriss an der Hildegardstraße, Juni 1984
oder
,,Wer sind Ihre Auftraggeber?“

L.-Volkmarsdorf, Hildegardstraße, Februar 2015

L.-Volkmarsdorf, Hildegardstraße, Februar 2015

Geht man heute im Leipziger Osten durch das Neubaugebiet zwischen Hermann-Liebmann-Straße und dem Volkmarsdorfer Markt, dann guckt man an der Hildegardstraße verwundert: ,,Wo soll hier ein Haus mit der Nummer 3 gestanden haben?“ Wie man auf dem nebenstehenden Bild sieht – da ist offenbar auf der linken Seite hier nichts bebaut.
Aber, das war nicht immer so gewesen …
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Apriltage in Berlin vor 70 Jahren

SoTK_02Seit dem 9. August 1943 war mein Vater, Werner Stein, als Ingenieur zur Firma Telefunken nach Berlin-Zehlendorf kriegsdienst-verpflichtet worden (,,zur Dienstleistung beurlaubt“ steht in seinem Arbeitsbuch). Er wurde dort bis zum Kriegsende als Konstruktions-Ingenieur beschäftigt.

Hier folgend ein Auszug aus seinem Soennecken-Taschenkalender, mit seinen Berliner Erlebnisse aus der 17. Kalenderwoche des Jahres 1945. Weiterlesen