L.-Neustadt, Brückenblick, 1985 (2)

 … schlechte Aussichten, Januar 1985

Blick von der Hermann-Liebmann-Brücke auf L.-Neustadt, Januar 1985

Blick von der Hermann-Liebmann-Brücke auf L.-Neustadt, Januar 1985

Das nebenstehende Bild wurde am Sonntag, den 20. Januar 1985 von der Hermann-Liebmann-Brücke aus in Richtung Südwest (L.-Neustadt) aufgenommen.
Bei Temperaturen um minus 9 Grad herrschte eine sogenannte austauscharme Witterungsphase und durch den hohen Industrienebelanteil in der ,,Luft“ war die Sicht stark reduziert. Vom Smog durfte in den Medien der DDR offiziell nicht gesprochen oder geschrieben werden.

Mit etwas Mühe kann man noch die wartenden Fahrgäste auf dem Bahnsteig des Haltepunktes Leipzig-Volkmarsdorf erkennen und in der großen Bildversion (drauf klicken!) kann man in der Bildmitte bei genauen Hinsehen den Turm der Neustädter Heilig-Kreuz-Kirche erahnen.

fotografiert mit Exakta Varex VX, Domiplan 50 mm auf s/w-Film ORWO NP20

L.-Neustadt, Brückenblick, 1981 (1)

 … auf ins Oberholz

Zug zum Oberholz am Bahnsteig des Haltepunkts Leipzig-Volkmarsdorf, August 1981

Zug zum Oberholz am Bahnsteig des Haltepunkts Leipzig-Volkmarsdorf, August 1981

Noch in den 80er Jahren konnte man direkt von der Hermann-Liebmann-Brücke, auf der linken Seite in Richtung Schönefeld, über eine Treppe auf den Bahnsteig des Haltepunktes Leipzig-Volkmarsdorf gelangen und von dort aus mit dem Zug in Richtung Geithain ins Naherholungsgebiet Oberholz fahren.
Ein paar Jahre später wurde dieser Haltepunkt (noch zu DDR-Zeiten) geschlossen und heute erinnert so gut wie nichts mehr daran. Der Kenner kann noch die Bahnsteigreste entdecken. Weiterlesen

… über Badegelegenheiten in Neustadt / Neuschönefeld

[Im Neustädter Markt Journal, Heft Nr. 13, September 1992 auf den Seiten 2 bis 5 erschienen unter dem Titel:]

Historisches    … über Badegelegenheiten in unserer Gegend

Als ich am 21. Juli [1992] die ersten Zeilen dieses Beitrages schrieb, zeigte das Außenthermometer bei uns hier an der Eisenbahnstraße 37,1° C.
Heiße Tage hat es sicher auch in den vorigen Jahrhunderten gegeben. Vielleicht war es bei der offenen Bebauung damals nicht so drückend heiß wie heute in den engen Straßenschluchten unserer Stadt.
Im vorigen Jahrhundert hatten die Vorort-Wohnungen in der Regel kein fließendes Wasser. Alles benötigte Wasser musste mit dem Eimer vom Brunnen auf dem Hof oder in der Nachbarschaft geholt werden.
Die Badelustigen aus unserer Gegend sind da sicher lieber nach Schönefeld zum Rohrteich (die Rohrteichstraße erinnert heute noch daran) oder zu den Parthe-Flussbädern gegangen. Weiterlesen

Leipziger Thomaskirche, im Oktober1974

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Leipzig, Thomaskirche Ostseite, Okt. 1974

Eine scheinbare Alltagsaufnahme von der Thomaskirche in Leipzig im Oktober 1974? Nein, nicht ganz: an der Außenmauer des östlichen Chorraums hatte über Nacht jemand ein Atomkriegsgegner-Symbol mit weißer Farbe deutlich sichtbar angebracht. Und dieses Symbol war vom Marktplatz aus sehr gut zu sehen.

Unter den Jugendlichen (auch) in der DDR war dieses Zeichen ein beliebtes Symbol, um die Ablehnung von Krieg und Wettrüsten zum Ausdruck zu bringen. Mein Motorrad-Sturzhelm war auch demgemäß rot/weiß eingefärbt. Weiterlesen

Abschied von der DDR-Mark, 1. Juli 1990

Hermes-TK.1990Wenn ich heute mal in meinen alten HERMES-Taschenkalender aus dem Jahr 1990 blättere, dann ist unter dem Datum vom 1. Juli nur der kurze Eintrag:

Währungsunion, Geld abholen

zu finden.
Im Prinzip musste man als DDR-Bürger einfach vorher die Umtauschsumme auf ein Konto eines DDR-Geldinstituts (Sparkasse, Postbank) in Mark der DDR einzahlen und konnte sie dann ab dem 1. Juli 1990 in Deutscher Mark wieder abheben.

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Leipziger Mondlandschaften (2), März 1981

Die „Mondlandschafts“-Bilder habe ich damals direkt an der F95 am Ende der Ortslage Markkleeberg-Großstädteln aufgenommen.

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im Süden von Leipzig, der Tagebau Espenhain an der F95,
März 1981

Man konnte von der Fernverkehrsstraße beim Vorüberfahren direkt in den Braunkohlen-Tagebau Espenhain und die stetig wachsenden Abraumhalden hineinschauen. Ursprünglich war sogar vorgesehen, dass dieser Tagebau nach einem Rechtschwenk auch das gesamte Naherholungsgebiet Oberholz bei Großpösna mit schlucken sollte.

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im Süden von Leipzig, totes Land im Tagebau Espenhain,
März 1981

Zum Glück konnte diese Landschaft nach der Wende aufwändig saniert werden, heute befindet sich hier auch der Markkleeberger See.
Damals war eine solche Zukunft fast undenkbar.

aufgenommen mit Exa 1a, Domiplan 50 mm auf ORWO s/w-Film NP15

Leipziger Mondlandschaften, März 1981

Nach dem harten Winter 1978/79 wurde der Anteil der rekultivierten Braunkohlen-Tagebauflächen im Süden der DDR immer kleiner.
Auf dem Bild ein Teil der typischen, schier endlosen toten Abraumflächen des Braunkohlen-Tagebaus Espenhain an der B2 bei Markkleeberg-Großstädteln vor den Toren der Stadt Leipzig.

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Leipziger Süden, Abraumhalden bei Großstädteln,
März 1981

Zum Glück konnte diese Landschaft nach der Wende aufwändig saniert werden, heute befindet sich hier auch der Markkleeberger See.
Damals war eine solche Zukunft fast undenkbar.

aufgenommen mit Exa 1a, Domiplan 50 mm auf ORWO s/w-Film NP15

grenzwertige Ost-Ortslage, August 1978

Auf dem Bild grenzen die alten Ortslagen von Volkmarsdorf, Neuschönefeld und Neustadt an der Hermann-Liebmann-Straße aneinander.

L.-Ost, Straßenszene an der Hermann-Liebmann-Straße, August 1978

L.-Ost, Straßenszene an der Hermann-Liebmann-Straße, August 1978

Unmittelbar vor dem Fototermin am 28. August 1978 war die Litfaßsäule auf dem kleinen Platz gerade frisch plakatiert worden: Sigmund Jähn war an diesem Tag als erster Deutscher in einer sowjetischen Sojus-Kapsel ins Weltall gestartet. Bemerkenswert auch der Kontrast zwischen den ehernen (SED-)Losungen am Gebäude rechts und dem Zustand der Häuser, der Straße und der Straßenbahnschienen (Linie 22 nach Thekla). Weiterlesen

Leipzig, Pusteblumen-Brunnen, 1974 vs. 2014

An einem trüben und regnerischen Tag im Oktober 1974 habe ich von der Katharinenstraße aus ein Foto von einer der drei im Jahr 1972 auf dem Sachsenplatz aufgestellten „Pusteblumen“-Brunnen-Edelstahlplastiken aufgenommen.

L., Pusteblume am Sachsenplatz, Oktober 1974

L., Pusteblume am Sachsenplatz, Oktober 1974

In der Vorweihnachtszeit des letzten Jahres habe ich ebenfalls an einem regnerischen Tag ein Bild von den jetzt auf dem Richard-Wagner-Platz vor der Fassade der „Blechbüchse“ (jetzt: Höfe am Brühl) aufgestellten Pusteblumen-Brunnen gemacht.

L., weihnachtlich verkleidete Pusteblumen am Richard-Wagner-Platz, Dezember 2014

L., Pusteblumen am Richard-Wagner-Platz, Dezember 2014

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