Marie & Bruno in Gohlis (1896-1903)

Stadtplan.1903_Gohlis-02m… Umzug in die Gohliser Schachtstraße  1 und 4

Nachdem sich, wie berichtet, bei meinen Urgroßeltern Marie und Bruno Stein wieder Nachwuchs angekündigt hatte, sind sie im Frühjahr 1896 von der damaligen Blumenstraße in die nahegelegene Schachtsche Straße Nr. 1 (ab 1897 Schachtstraße) und ein Jahr später in die Nr. 4 umgezogen. Der Straßenname wies übrigens nicht auf bergbauliche Aktivitäten hin; der sozial engagierte Leipziger Kaufmann Georg Schacht hatte bei seinem Tod im Jahr 1858 verfügt, dass aus seinem Nachlass eine Stiftung für bedürftige Gohliser Bürger finanziert wurde.

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Marie & Bruno in Gohlis II (1895-96)

… Gohlis zum Zweiten!

M+BS_03_2Im Jahr 1895 sind meine Urgroßeltern Marie (29) und Bruno Stein (30) mit ihren drei Kindern Gerhard (7), Margarethe (3) und Walther (2)  innerhalb von Gohlis von der damaligen Turnerstraße (heute: Pölitzstraße) in eine Doppelwohnung in die Blumenstraße Nr. 126, ein Eckhaus an der Georgstraße, umgezogen. Dort haben sie in der II. Etage gewohnt.

Ein Eckhaus mit den alten Straßen-Bezeichnungen Blumenstraße / Ecke Georgstraße wird man heute vergeblich auf einem Leipziger Stadtplan suchen: es handelt sich um das Haus der heutigen Elsbethstraße 34 an der Ecke Natonekstraße.
Das ist etwa fünf Minuten von der ersten Wohnung in der Pölitzstraße entfernt.

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Marie & Bruno in Leipzig-Gohlis (1892-95)

LAB.Gohlis.1893… wem’s zu wohl ist – der zieht nach Gohlis!

Als sich im Jahr 1892 weiterer Familienzuwachs ankündigte zogen meine Urgroßeltern Marie und Bruno Stein von Anger-Crottendorf nach Gohlis, genauer gesagt in ein vornehmes Haus in der damaligen Turnerstraße Nr. 18 (heute Pölitzstraße) mit der kaiserlichen Bezeichnung ,,Villa Augusta“.
Dieses Haus war 1891 erbaut worden und es gab erstens noch günstige Wohnungen zum ,,Trocken-Wohnen“ und zweitens eine zusätzliche Mietermäßigung, wenn man den Hausmannsposten mit übernahm. Scheinbar eine gute Gelegenheit …

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Marie & Bruno in Leipzig-AC (1890-92)

ABL_AC_1891_s.78Die erste eigene Wohnung meiner Urgroßeltern Marie und Bruno Stein befand sich in Leipzig-Anger/Crottendorf in der Rudolfstraße 3 [heute: Herbartstraße 3].
Laut Eintrag im Leipziger Adressbuch des Jahres 1891 hat die kleine Familie hier in der dritten Etage gewohnt.
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meine Leipziger Urgroßeltern

Marie+Bruno_1890Die Wohnungen meiner Urgroßeltern
Marie und Bruno Stein in Leipzig (1890 bis 1936)

Mein Urgroßvater Bruno Ernst Stein zog nach seinem Militärdienst im Alter von 25 Jahren im Jahr 1890 von Mölbis nach Leipzig, weil es dort gute Aussichten auf einen Arbeitsplatz gab.

Die Zahlen der Einwohner und der Wohnungen in Leipzig waren in den 1880er / 90er Jahren um ein Vielfaches gestiegen und die örtlichen Organe mußten auf- und ausgebaut werden. Das betraf auch die Polizei in der neuen 13. Polizeiwache der Stadt Leipzig, in Anger-Crottendorf. Dort nahm  Bruno am 1. Januar 1890 seinen Dienst auf.

Mit dieser festen Anstellung konnte er auch endlich seine 23jährigen Braut Marie am 3. Februar 1890 in Döbeln heiraten (siehe Visitenkarten-Porträt rechts) und zusammen mit seinem inzwischen schon 1 1/2- jährigen Sohn Gerhard Bruno in die neue Leipziger Wohnung, Rudolfstraße 3, ziehen. Weiterlesen

aus der Jugendzeit meines Großvaters in Leipzig (1903 – 1914)

Mein Großvater Bruno Gerhard Stein (1888-1951) war ein echtes Unikum.
Das läßt sich zumindest aus den mir vorliegenden Aufzeichnungen seines Vaters Bruno und seiner Geschwister Margarethe und Rudolf entnehmen.
Gerhard_1913_Turnfest

Er war das erste von insgesamt sieben Kindern meiner Urgroßeltern Bruno und Marie Stein (zwei waren noch im Kleinkindalter verstorben). Als ältestes Kind musste er seinen vier Geschwistern natürlich immer ein Vorbild sein. Dabei hat er es nicht immer einfach gehabt. Sein Vater hatte als kleiner städtischer Beamter nur ein schmales Einkommen und die Wohnverhältnisse waren für die große Familie stets sehr beengt – von einem unbeschwerten Jugendleben war er oft weit entfernt.
Er hatte schon als Kind eine ausgeprägte Phantasie und hat immer gleich versucht seine manchmal auch ungewöhnlichen Ideen tatkräftig umzusetzen, so auch seine beruflichen Pläne. Seine Eltern haben ihn dabei soweit sie konnten unterstützt und gefördert. Weiterlesen

alte Familienfotos aus dem Jahr 1866

Meine ältesten Familienfotos stammen aus dem Jahr 1866.
Diese alten Kalotypie-Fotos sind in einem Fotoalbum meiner Urgroßmutter Pauline Marie Stein, geborene Löffler eingeklebt. Etwa seit dem Jahr 1860 konnten mit einem Wachspapier-Negativverfahren beliebig viele und bezahlbare Kopien von Originalfotos hergestellt werden. Die Aufnahmen entstanden aber wegen der langen Belichtungszeiten (> 30 s) fast ausschließlich im Fotoatelier.

Friederike Pauline Neumann,<br> im Jahr 1866 in Döbeln

Friederike Pauline Neumann, im Jahr 1866 in Döbeln

Friedrich Moritz Löffler,<br> im Jahr 1866 bei Wien

Friedrich Moritz Löffler, im Jahr 1866 bei Wien

Auf diesen beiden Bildern aus dem Jahr 1866 sind die Eltern meiner Urgroßmutter (meine Alteltern) abgebildet:

links ihre Mutter Pauline (*30. April 1844)

und

rechts ihr Vater Moritz (*20. August 1840),

auf dem Bild in der Zeit des preußisch-österreichischen Krieges vor Wien.

Apriltage in Berlin vor 70 Jahren

SoTK_02Seit dem 9. August 1943 war mein Vater, Werner Stein, als Ingenieur zur Firma Telefunken nach Berlin-Zehlendorf kriegsdienst-verpflichtet worden (,,zur Dienstleistung beurlaubt“ steht in seinem Arbeitsbuch). Er wurde dort bis zum Kriegsende als Konstruktions-Ingenieur beschäftigt.

Hier folgend ein Auszug aus seinem Soennecken-Taschenkalender, mit seinen Berliner Erlebnisse aus der 17. Kalenderwoche des Jahres 1945. Weiterlesen