… Umzug in die Gohliser Schachtstraße 1 und 4
Nachdem sich, wie berichtet, bei meinen Urgroßeltern Marie und Bruno Stein wieder Nachwuchs angekündigt hatte, sind sie im Frühjahr 1896 von der damaligen Blumenstraße in die nahegelegene Schachtsche Straße Nr. 1 (ab 1897 Schachtstraße) und ein Jahr später in die Nr. 4 umgezogen. Der Straßenname wies übrigens nicht auf bergbauliche Aktivitäten hin; der sozial engagierte Leipziger Kaufmann Georg Schacht hatte bei seinem Tod im Jahr 1858 verfügt, dass aus seinem Nachlass eine Stiftung für bedürftige Gohliser Bürger finanziert wurde.
Im Jahr 1895 sind meine Urgroßeltern Marie (29) und Bruno Stein (30) mit ihren drei Kindern Gerhard (7), Margarethe (3) und Walther (2) innerhalb von Gohlis von der damaligen Turnerstraße (heute: Pölitzstraße) in eine Doppelwohnung in die Blumenstraße Nr. 126, ein Eckhaus an der Georgstraße, umgezogen. Dort haben sie in der II. Etage gewohnt.
Die erste eigene Wohnung meiner Urgroßeltern Marie und Bruno Stein befand sich in Leipzig-Anger/Crottendorf in der Rudolfstraße 3 [heute: Herbartstraße 3].



Seit dem 9. August 1943 war mein Vater, Werner Stein, als Ingenieur zur Firma Telefunken nach Berlin-Zehlendorf kriegsdienst-verpflichtet worden (,,zur Dienstleistung beurlaubt“ steht in seinem Arbeitsbuch). Er wurde dort bis zum Kriegsende als Konstruktions-Ingenieur beschäftigt.