Akten-Einsichten (Neustadt 2)

GRProtokolle_1885dGeschäftsbericht Neustadt bei Leipzig zum Jahr 1885

Neustadt bei Leipzig war ganze neun Jahre (von 1881 bis 1889) eine selbständige Gemeinde und hat als solche natürlich auch interessante jährliche Geschäftsberichte der Gemeindeverwaltung verfasst und herausgegeben. Die Geschäftsberichte liegen heute im Stadtarchiv Leipzig vor und wurden damals zum Teil auch im Reudnitzer Tageblatt, als Amtsblatt der Gemeindevorstände und Gemeinderäte zu Reudnitz, Neustadt, Anger-Crottendorf und Neusellerhausen (allerdings in deutscher Fraktur, siehe rechts) abgedruckt.
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Akten-Einsichten (Neustadt 1)

kreuki3Actae, den Bau der Kirche in Leipzig-Neustadt betreffend

Ende der 1980er Jahre war das Stadtarchiv im Dachgeschoss des Neuen Rathauses beheimatet.
Wie berichtet, hatte ich in den Jahren 1987 und 1988 dort über die Kirchengeschichte von Leipzig-Neustadt recherchiert. Die Akten lagen damals fast ausschließlich in handschriftlicher Form vor, natürlich in der heute nicht mehr üblichen deutschen Kanzlei- bzw. Kurrentschrift und da muss man beim Lesen etwas geübt sein  😉

Wen es interessiert und wer dort auch gern recherchieren möchte, hier eine kleine Aufstellung der damals von mir durchgesehenen sogenannten Kapitelakten (Cap.).
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Silvester in L.-Neustadt, 1980

… schöne Silvester-Aussichten vor 35 Jahren in Leipzig-Neustadt

1980_01In der Schulze-Delitzsch-Straße 16 wohnten wir damals in einer kleinen und engen 24 m² Mansarden-Wohnung direkt unterm Dach.
So unterm Dach war es im Sommer manchmal kaum auszuhalten: da hatten wir oft mehrere Tage und Nächte Temperaturen von über 30° C in der Wohnung. Naja und im Winter, wenn es wie im Winter 78/79 richtig knackig kalt draußen war, dann funkelten an der Zimmerdecke die Eiskristalle von der gefrorenen Atemluft.
Aber, wir hatten bei Sonnenschein, zum Somnenuntergang und bei Gewitter einen interessanten Ausblick über die Dächer (und Antennenwälder) Leipzigs – oder am Silvestertag
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Eisenbahnstraße, 1925 vs. 2015

… vor 90 Jahren in Leipzig-Neustadt

eisenbahnstr.1925dIm Jahr 1986 habe ich von einem guten Bekannten, der in der damaligen Ernst-Thälmann-Straße gewohnt hatte, eine alte Postkarte zum Kopieren erhalten.
Die Qualität des Ausgangsmaterials als gelaufene Postkarte war nicht sooo toll, auch die (fast) händische Beschriftung „Leipzig, Eisenbahnstr.“ fühlt sich mehr nach Amateur an.
Einen von mir handschriftlich mit Anmerkungen versehenen Abzug hatte ich 1987 im Stadtarchiv gegen die Nennung der Aktenbezeichnungen mit den Bauunterlagen der Kreuz-Kirche, L.-Neustadt eingetauscht. Weiterlesen

Sonnenbahnen – (2. Teil, 182 Tage)

Solargrafie – 2. Teil

Lebenslauf der Lochkameras Nr. 1 und 2
solargrafie-001… und jetzt, nach den ersten Versuchen zu den nächsten Ergebnissen meiner Solargrafie-Aufnahmen vom Fensterbrett.
Diesmal mit einer Belichtungszeit von 182 Tagen, das ist ein halbes Jahr!
Die Solargrafie-Lochkameras Nr. 1 und 2 waren auf dem Fensterbrett mit ,,Blick“ Richtung Süden mit beidseitigem Poster-Klebeband und Sicherung mit Gewebe-Klebeband befestigt. Das hat auch das halbe Jahr sehr gut gehalten. Weiterlesen

in memoriam Kurt Masur

VischlKurt Masur, wir und das Gewandhaus zu Leipzig

Kurt Masur ist gestern mit 88 Jahren verstorben (*18.07.1927, +19.12.2015).

Er wird uns als Dirigent des Gewandhausorchesters und mit dem Gewandhaus zu Leipzig immer in Erinnerung bleiben.
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α und Ω vor 25 Jahren im FML

FML_1990_03… oder das Ende und der Neuanfang
mit der Kommunikationstechnik in Leipzig

Mit dem Fernmeldewerk Leipzig ging es vor 25 Jahren dem Ende entgegen (Omega als Synonym für das Ende im lateinischen Alphabet). Nur ein relativ kleiner Kernbereich der Kommunikationstechnik konnte die Wende in den Jahren 1989/90 überdauern und die Basis für eine Weiterentwicklung bis heute bilden (Alpha – der Neuanfang).
Damals gab es nicht nur bei der Postanschrift (Postlaufzeit Anfang Oktober 1990)  Irritationen auf beiden Seiten …
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Sonnenbahnen – (1. Teil, 155 Tage)

Solargrafie

Lebenslauf der Lochkameras Nr. 3 und 4
Solargrafie_3-03b… und hier kommen aktuell die ersten Ergebnisse meiner Solargrafie-Aufnahmen vom Fensterbrett.
Nach einer Belichtungszeit von sage und schreibe 155 Tagen!
Zuerst (als Test) die Auswertung der an unserer Südost-Hausseite auf dem Fensterbrett aufgeklebten Solargrafie-Lochkameras Nr. 3 und 4. Weiterlesen

Montagsdemo, 23. Oktober ’89

Das ist unsere Wende!

Montagsdemo, am 23. Oktober 1989

L-KMPl_Panorama_Okt.89An diesem Montagabend findet auf dem Leipziger Ring die größte Protestkundgebung in der Geschichte der DDR statt. Daran nehmen etwa 300.000 Menschen aus dem ganzen Land teil.
Der Zug formiert sich nach Friedensgebeten in sechs Kirchen. Unter Rufen ,,Wir sind das Volk“ und ,,Keine Gewalt“ ziehen die Demonstranten in dichten Reihen auf den Ring um das Stadtzentrum. Sie fordern freie Wahlen, warnen vor neuen Machtkonzentrationen und vor Wendehälsen … Weiterlesen

Marie & Bruno in Gohlis II (1895-96)

… Gohlis zum Zweiten!

M+BS_03_2Im Jahr 1895 sind meine Urgroßeltern Marie (29) und Bruno Stein (30) mit ihren drei Kindern Gerhard (7), Margarethe (3) und Walther (2)  innerhalb von Gohlis von der damaligen Turnerstraße (heute: Pölitzstraße) in eine Doppelwohnung in die Blumenstraße Nr. 126, ein Eckhaus an der Georgstraße, umgezogen. Dort haben sie in der II. Etage gewohnt.

Ein Eckhaus mit den alten Straßen-Bezeichnungen Blumenstraße / Ecke Georgstraße wird man heute vergeblich auf einem Leipziger Stadtplan suchen: es handelt sich um das Haus der heutigen Elsbethstraße 34 an der Ecke Natonekstraße.
Das ist etwa fünf Minuten von der ersten Wohnung in der Pölitzstraße entfernt.

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