Eine Dienstreise nach BUNA

Chemie gibt Brot, Wohlstand und Schönheit

artikel-08Das Chemieprogramm der DDR sollte ursprünglich ab den 1960er Jahren die DDR-Wirtschaft stabilisieren und von Importen aus dem nicht-sozialistischen Wirtschaftsgebiet (NSW) unabhängig machen. Zunehmend mußte aber der teure Import-Rohstoff Erdöl immer mehr durch die einheimische Braunkohle ersetzt werden. Das führte vor allem im Raum Halle/Leipzig zu immer größeren Umweltbelastungen und -zerstörungen. In Leipzig konnten wir in den 1980er Jahren die Windrichtung allein am Gestank der Chemieschwaden ausmachen. Bei West-Wind roch es z.B. intensiv nach Kaffeesatz – das kam aus der Richtung der BUNA-Werke bei Schkopau. Bei einer Dienstreise im Januar 1983 nach BUNA zu ,,Elaste und Plaste aus Schkopau“ hatte ich meine Exa 1a-Kamera (in der Tasche) dabei und hab versucht die Zustände vor Ort zu dokumentieren …

Weiterlesen

vom Berg- zum Weinbau im Geiseltal

Sonntagausfl-21Die neuen Seen der Bergbaufolge-Landschaften gibt es nicht nur im Leipziger Süden und Norden.
Der mit Abstand größte der nach 1990 neu entstandenen Seen im Mitteldeutschen Seenland ist der Geiseltalsee südöstlich von Merseburg (sogar vor dem Großen Goitzschesee bei Bitterfeld) mit einer Wasserfläche von über 1.800 ha.

Und der Geiseltalsee hat eine Besonderheit aufzuweisen, die ihn von allen anderen neuen Seen unterscheidet:
dort wurde seit dem Jahr 2000 es ein neues Saale/Unstrut-Weinanbaugebiet erschlossen!
Wir sind dort Paten von vier Weinstöcken  😉   🙂

Weiterlesen

Marie & Bruno in Leipzig-Gohlis (1892-95)

LAB.Gohlis.1893… wem’s zu wohl ist – der zieht nach Gohlis!

Als sich im Jahr 1892 weiterer Familienzuwachs ankündigte zogen meine Urgroßeltern Marie und Bruno Stein von Anger-Crottendorf nach Gohlis, genauer gesagt in ein vornehmes Haus in der damaligen Turnerstraße Nr. 18 (heute Pölitzstraße) mit der kaiserlichen Bezeichnung ,,Villa Augusta“.
Dieses Haus war 1891 erbaut worden und es gab erstens noch günstige Wohnungen zum ,,Trocken-Wohnen“ und zweitens eine zusätzliche Mietermäßigung, wenn man den Hausmannsposten mit übernahm. Scheinbar eine gute Gelegenheit …

Weiterlesen

im ,,Rietzschketal“, 1978 vs. 2015

I78-03_adRn meinen Negativ-Archiv habe ich noch eine Rollfilm-Aufnahme vom März 1978 entdeckt. Abgebildet ist ein Stück der ehemaligen Straße ,,An der Rietzschke“. Den Aufnahme-Standort habe ich unten auf der openstreetmap-Karte mit einem roten Kreis gekennzeichnet. Auch im Jahr 1978 war die östliche Rietzschke als Namensgeber dieser kurzen Straße zwischen Lilienstraße und Hermann-Liebmann-Straße schon lange überwölbt (Wölbleitung: 3,0 m breit, 1,81 m hoch), auf dem Bild etwa vor der kleinen Mauer.

Weiterlesen

Mond bei den Fischen

totale MoFi
am 28. September 2015

Colonia-053MF

MoFi steht hier nicht für ,,Mond bei den Fischen“ – passt aber auch 😉 – sondern Mondfinsternis.
Am 28. September konnten Frühaufsteher zwischen 1/2 5 und 1/2 6 Uhr eine totale Mondfinsternis am Westsüdwest-Himmel im Sternbild der Fische beobachten.
Das galt zum Glück nicht nur für Deutschland, sondern auch in ganz Mitteleuropa – und speziell auch für Urlauber, die im Süden am Mittelmeer bei den Fischen tagsüber am Meer und nachts (mitunter) am Himmel unterwegs waren 😉

Aufnahmeort: Colónia de Sant Jordi 39,3193929 s. Br., 2,9971245 ö. L., am 28.09.2015, 05:12:12

aufgenommen mit Sony A57, Telezoom Tamron SP 70 – 300 mm (Di) in Nachtkombi-Einstellung mit  300 (450) mm, F5,6, 1/4 s, ISO6400

Herbstanfang im Park

HiP_09.15-12qHeute am 23. September ’15 hatte sich um die Mittagszeit bei 14 Grad die Sonne etwas durch die Wolken geschoben – genau die richtige Zeit für eine herbstanfängliche Runde durch den Leipziger Friedenspark, der nicht etwa zu Reudnitz, sondern zu Leipzig, Zentrum-Südost gehört.

Dieser Park ist mir schon seit meinen Leipziger Kindheitstagen (damals noch als Johannis-Friedhof) für seinen großen Baumbestand bekannt. Besonders im Herbst freuen sich Jung und Alt an den bunten Läubern, den leuchtenden Hagebutten und natürlich den vielen Kastanien und ihren ,,Igelwohnungen“.

Weiterlesen

Marie & Bruno in Leipzig-AC (1890-92)

ABL_AC_1891_s.78Die erste eigene Wohnung meiner Urgroßeltern Marie und Bruno Stein befand sich in Leipzig-Anger/Crottendorf in der Rudolfstraße 3 [heute: Herbartstraße 3].
Laut Eintrag im Leipziger Adressbuch des Jahres 1891 hat die kleine Familie hier in der dritten Etage gewohnt.
Weiterlesen

pyramidal-abgründiges aus Schönefeld

Sonntagausfl-27d… na, was nun: oben was tolles oder ab in den Untergrund?

In Leipzig-Schönefeld kann man zum Tag des offenen Denkmals am letzten Sonntag, den 13. September 2015 sogar beides haben: das Grabmonument der Familien Schneider und von Eberstein als oberirdische Pyramide aus schwarzen Natursteinblöcken und eine an diesem Tag extra zugängliche Familiengruft der Schönefelder Rittergutsfamilie.

Die  Fluren des Rittergutes Schönefeld reichten ja im 19. Jhd. im Süden noch bis zum Rietzschke-Flüßchen und umfassten damit auch die Gebiete der neu entstandenen Gemeinden von Neuschönefeld und Neustadt.
Weiterlesen

1 Jahr wortblende

Jubiläum wortblendeLiebe BLOG-Journal-Besucher,

am 16. September 2014 hatte ich mit gemischten Gefühlen den Schritt von den html-Seiten bei GMX und arcor zu einem ersten Beitrag im neuen BLOG ,,wortblende“ bei wordpress gewagt – mit Erfolg!

Bis heute, 135 Beiträge später, stehen laut BLOG-Statistik 22.229 Aufrufe aus über 40 Ländern von allen Kontinenten zu Buche –>

vielen Dank, veel dank aan alle, many thanks, 

большое спасибо, tack till alla, merci à tous!

Weiterlesen

Ost-Passage in der Eisenbahnstraße 74

Sonntagausfl-38Zum Tag des Offenen Denkmals 2015 konnte man heute einen Blick ins Obersgeschoss des ehemaligen Kinos ,,Ost-Passage-Theater“ im Hinterhof der Eisenbahnstraße 74 werfen. Dabei kam erstaunliches zu Tage.

Dieses Gebäude zwischen der Eisenbahnstraße 74 und der Konradstraße 29/31 wurde im Jahr 1909 als unterkellerte Markthalle errichtet. Der Durchgang zwischen den beiden genannten Häusern zwischen Eisenbahn- und Konradstraße wurde nach innerstädtischem Vorbild damals an der Hauptgeschäftsstraße des Leipziger Ostens als ,,Passage“ bezeichnet. Im Jahr 1912 wurde die Markthalle in ein Kino umgebaut und als solches wurde es dann 50 Jahre lang genutzt…
Weiterlesen