Kugel-Geschichten

… aus dem Leipziger Osten.
Es geht hier um solche Kugeln wie rechts abgebildet. Vorab gesagt: das ist keine Kegelkugel, sondern eine alte eiserne Kanonenkugel.
Ein Zeitzeuge hat mir Kindheitserinnerungen über solche Kugeln an einem Haus im Leipziger Rabet geschrieben, ein anderer hat mir Kugel-Bilder geschickt und in meinem Archiv habe ich auch ein Bild von einem früheren Kugel-Haus in Schönefeld gefunden.

Wie könnte das zusammenhängen?

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Vom Brauen in Volkmarsdorf

Ein Gastbeitrag von Fritz Halm aus Leipzig.

Darüber, dass auf dem Rittergut von Volkmarsdorf jemals gebraut wurde, gibt es keinerlei Belege. Dass es dennoch irgendwann eine Rittergutsbrauerei in Volkmarsdorf gegeben hat, kann angesichts der Geschichte des Ortes mit ziemlicher Sicherheit ausgeschlossen werden.
Mit der Entwicklung von Volkmarsdorf zu einem Industrievorort mit rasch wachsender Einwohnerzahl, stieg auch die Nachfrage nach Bier sehr stark an, so dass es lukrativ wurde, dort eine Brauerei zu errichten. Die Initiative dazu ergriff der Braumeister Ferdinand Rühl aus Glesien …

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Rauhnacht-Gedanken (1)

Bekanntlich sind viele der früheren Orte und Ortsteile im Leipziger Osten schon über 700 Jahre alt, zum Beispiel:
Volkmarsdorf wurde im Jahr 1270/71 und
Reudnitz bereits im Jahr 1248 erstmals erwähnt. Diese fiktive Zeitangabe beantwortet aber nicht die ursächliche Frage:
seit wann und wo genau siedelten hier die ersten Kolonisten?
Speziell zur Siedlungsgeschichte von Volkmarsdorf und Reudnitz gibt es heute kaum gesicherte Veröffentlichungen. Das Verknüpfen so widersprüchlich erscheinender Begriffe wie Realität und Fantasie könnte aber manchmal hilfreich sein und zu besseren Einblicken führen.
Folgt mir doch mal ein Stück in die Geschichte …


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Herbst-AusFLUG an der Eisenbahnstraße

Start: rätselhafte Haustür Neustädter Str.

An einem milden und sonnigen Herbst-Sonntag im Oktober haben wir einen AusFLUG an der Eisenbahnstraße unternommen.
Dabei haben wir:
1. Übersichtliches,
2. Verborgenes und
3. Unsichtbares.
entdeckt.

Mit von der Partie sind der Dokumentarfilmer Birk Poßecker mit ein paar Freunden und Bekannten – aber Ihr könnt natürlich auch gerne mitkommen …

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Partie am Rathaus (3)

Hier im Leipziger Osten gibt’s zwar eine Bergstraße,
aber woher kommt dieser Straßenname?
Von einem Berg? – Wo soll hier bitte ein Berg sein?

Um solche Berg-Fragen soll es im Teil 3 der ,,Partie am Rathaus“ (Volkmarsdorf) gehen,
um den kleinen ,Begriffshügel‘, hier rechts im Bild,
zielstrebig abzuarbeiten …

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Partie am Rathaus (2)

Wie kam es eigentlich in Volkmarsdorf zu einem ,,Rath-Haus“? Diese Inschrift steht jedenfalls frisch saniert und gut sichtbar über der Eingangstür des Gebäudes an der Ecke Liebmann-/ Bogislawstraße im Leipziger Osten (rechts im Bild).
Über Sinn, Zweck und Datum dieses Rathausbaus gibt es heute erstaunlich wenig Konkretes zu lesen. Da wird zum Beispiel das Baudatum zwischen ,,kurz vor der Eingemeindung“(1890) bis ,,um 1905“ gehandelt. Dabei hätte, wie ich zeigen möchte, doch schon ein Blick in die damalige Tagespresse Klarheit schaffen können …

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Partie am Rathaus – in Volkmarsdorf

Jetzt zur Corona-Zeit ist mal Gelegenheit zu Hause in den Beständen zu kramen. Dabei habe ich die Kopie einer alten Volkmarsdorfer Ansichtskarte entdeckt – ,,Partie am Rathaus“ steht drauf.
Dort gab es früher auch einen Bergplatz – ein kleiner, heute unscheinbarer dreieckiger Platz zwischen Hermann-Liebmann- und Bergstraße. Einst im Zentrum des alten Volkmarsdorf als Marktplatz genutzt, gehört er heute namenslos zu Neustadt-Neuschönefeld.
Um diese ,,Partie am Rathaus“, nebenstehend rot eingekreist, soll es heute kurz gehen …
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der Fall Hildegardstr. 3 (1984)

Im Juli 1984 ist im Leipziger Osten, in der Volkmarsdorfer Hildegardstraße, ein Gebäude im bewohnten Zustand teilweise eingestürzt. Darüber hatte ich bereits berichtet. Das Ganze erschien uns damals eher spontan und zufällig.
Das Studium der betreffenden Bauakten im Stadtarchiv Leipzig weist aber darauf hin, dass dieser (Häuser-) Fall auch ein paar unglaubliche bis haarsträubende Aspekte aufwies und durchaus vermeidbar gewesen wäre, aber lest selbst …

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Marktplatz in Volkmarsdorf (2)

Im Jahr 1907 wurde der Marktplatz von Volkmarsdorf in den Volkmarsdorfer Markt umbenannt. Wie hat sich die Gegend rings um diesen Marktplatz in den Folgejahren bis zum Ende ,,Goldenen 20er Jahre“ verändert?

Speziell möchte ich den Fragen nachgehen: wie hatte sich Handel und Gewerbe in dieser Gegend entwickelt und
welche politischen Ansichten hatten die Volkmarsdorfer im Jahr 1928?

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Turnhalle im ,,Renaissancestyl“

Im April dieses Jahres habe ich per Mail einen interessanten Literaturtipp von Klaus Bernstein zur Turnhalle in der Torgauer Straße erhalten und gleichzeitig eine Anfrage zum heutigen Zustand.
Durch die Torgauer bin ich fast 20 Jahre lang jeden Tag zur Arbeit gefahren und kann deshalb als Augenzeuge sagen: ,,Klar, die Halle gibt’s noch!“
Genaueres wollte ich bei einem Interview mit dem Vorsitzenden des Allgemeinen Turnvereins (ATV) Volkmarsdorf einen Monat später vor Ort erfahren. Peter Zinke hat mir dabei auch erklärt, was es mit den Kreuzen links oben und mit den Zahlen 1858 und 1990 im Wappen des Vereins auf sich hat … Weiterlesen